3 | Spuren aus der Vergangenheit finden
Montangeschichte
In diesem Kapitel geht es um die Montangeschichte im „Land der tausend Feuer“ – also um die wissenschaftliche Forschung über den historischen Bergbau und die Schwerindustrie in unserer Heimat.
Das Amberg-Sulzbacher Land war lange Zeit eine Region des Bergbaus: Im Boden unter uns lag sehr viel Eisenerz, welches früher ein wichtiger Teil unserer Wirtschaft war. Hier kannst du dein Wissen zum Bergbau mit zwei Lernvideos erweitern, in denen ehemalige Bergmänner interviewt wurden. Löse ein Quiz zur Verwendung von Bodenschätzen und höre dir verschiedene Aufnahmen mit Erklärungen von alten Haus- und Straßennamen an.
Bergbaufilm 1
Die Montangeschichte von Sulzbach-Rosenberg begann schon vor dem Mittelalter. Im Video geht es um den Beruf des Bergschmieds, um Bergbaupfade und um Produkte aus dem Bergbau.
Du lernst die letzten Bergmänner Sulzbach-Rosenbergs kennen und hörst mehr über ihre Lebensgeschichte und die damalige Arbeitswelt.
Viel Spaß beim Ansehen!
Lernvideo
Bergbaufilm 2
Was war der Bergbau eigentlich? Seit wann gab es ihn denn? In Amberg wurde der Erzbergbau 1285 das erste Mal urkundlich erwähnt. Aus Grabungen wissen wir aber, dass der Bergbau noch weiter zurückreicht.
Außerdem erfährst du mehr über die Familie Kastner und die Familie Theuern, die eine bedeutende Rolle im Bergbau gespielt haben.
Lass dich überraschen, welche weiteren Themen in diesem Video angesprochen werden – viel Spaß!
Lernvideo
Bodenschätze und ihre Verwendung
Lerne die Bodenschätze aus dem Amberg-Sulzbacher Land kennen.
Wofür wurden die Bodenschätze aus dem Amberg-Sulzbacher Land verwendet? Gehe mit deinem Mauszeiger auf eines der kleinen Bilder mit rundem Rahmen. Dann kannst du lesen, welcher Bodenschatz oder welches Produkt das genau ist. Ziehe die kleinen Bilder mit deiner Maus oder deinem Finger zu der richtigen Fabrik.
Sind alle Teile am richtigen Platz? Klicke auf den blauen Button unter der Aufgabe. Dann siehst du, wie viele Bodenschätze du richtig zugeordnet hast.
Ziehe die Bodenschätze und die Produkte auf die richtige Fabrik.
Alte Berufe
Hier kannst du dir bekannte Haus- und Straßennamen sowie deren Erklärungen im Amberg-Sulzbacher Dialekt anhören.
Bindergasse
Text zum Mitlesen
Die Bindergasse.
Ja, die Bindergasse kommt vom Wort Binder. Der Binder war ein alter Handwerksberuf, und der hat Fässer und andere Gefäße aus Holz hergestellt. Der genaue Name war deshalb Fassbinder.
Boder
Text zum Mitlesen
Zum Boder.
Das kommt vom Bader und heißt eigentlich so viel wie Barbier. Und ein Barbier ist ein Scherer, also ein Friseur. Früher, im Mittelalter waren Bader aber auch noch Wundärzte und Naturheiler und natürlich auch Friseure. Und die haben nicht nur, wie man es heute kennt, den Kopf rasiert, sondern auch eben in den Funktionen vom Wundarzt und Naturheiler – schoren sie Haare und den Bart, versorgen aber auch die Wunden und boten die Körperpflege und die Kosmetik dazu an.
Flaschnergasse
Text zum Mitlesen
Die Flaschnergasse.
Der Flaschner, der war zu früheren Zeiten ein Handwerker, der alle möglichen Flaschen und weitere Gegenstände aus Blech herstellte. Ja, in dieser Flaschnergasse, da befand sich eine Flaschnerei.
Hauerweg
Text zum Mitlesen
Der Hauerweg und die Steigerstraße.
Beides waren wichtige Berufe im Bergwerk. Der Hauer, der war der Bergmann, der das Gestein aus dem Gebirge geschlagen, also gehauen hat und es nach oben transportierte. Und der Steiger, das war eine Aufsichtsperson im Bergwerk, der die Leitung über einen Teil der Bergleute und den Teil des Bergwerks hatte. Er musste häufig am Tag im Bergwerk nach unten, also unter Tage, und wieder nach oben über Tage steigen – also klettern oder fahren.
Hafnergäßchen
Text zum Mitlesen
Das Hafnergässchen.
Ja, das Hafnergässchen kommt vom Wort Hafner, und das leitet sich vom bayerischen Dialektwort Haferl ab und meint einen Topf oder eine Tasse aus Ton. Also fertigte der Hafner Tontöpfe und Tassen an.
Hirtengasse
Text zum Mitlesen
Die Hirtengasse.
Der Name weist auf den alten Beruf des Hirten hin. Der Hirte war eine Person, der auf das Vieh eines Dorfes aufpasste, wenn es auf der Weide stand und Gras fraß. Denn die Bauern im Dorf, die konnten nicht den ganzen Tag selbst auf ihr Vieh aufpassen. Sie mussten ja auch noch die Felder bewirtschaften und andere Arbeiten tätigen.
Rotgerberhaus
Text zum Mitlesen
Das Rotgerberhaus.
Ja. Gerber und Gerberin – das war ein Beruf. Und die verarbeiteten früher rote Tierhäute zu Leder und Fellen, welche anschließend zu Lederwaren, also zu Schuhen, Kleidungsstücken, Polstermöbeln oder auch Sitzen verarbeitet wurden.
Wonger
Text zum Mitlesen
Zum Wagner.
Ein Wagner, das ist ein Wagner oder eine Wagnerin. Und die produzieren Transport- und auch Beförderungsmittel, also zum Beispiel Schlitten, Leiterwagen, Fuhrwerke und landwirtschaftliche Geräte wie Leitern, Rechen und so weiter und reparieren diese auch. Mittlerweile werden aber fast alle Waren maschinell erzeugt. Früher wurden die von Hand gefertigt.
Wollner
Text zum Mitlesen
Der Wollner.
Der Wollner war ein Wollweber. Ein Wollweber ist sowas wie ein Wollmacher oder ein Tuchmacher. Jetzt könnt ihr wahrscheinlich schon selber draufkommen, was der gemacht hat. Der hatte einen Zusammenhang mit dem Schneider und hat Tücher hergestellt, Wollgewebe hergestellt und deswegen wurde er Wollweber genannt und die Abkürzung in unserem Dialekt ist einfach Wollner.